Es zählt, weil es ein iPhone ist, nicht weil es neu ist.

Tim Cook legte charmant für Ternus auf, der dann aber auch direkt verwandelte. Er platzierte das iPhone direkt zum Anpfiff im absoluten Mittelpunkt – von Apple selbst, aber auch als „intelligente und persönliche Zentrale“. Die Aussage war klar: Du brauchst keine anderen KI-Computer!

A close-up photograph of a smartphone screen displaying an image of the moon's surface rising against a dark sky.

„When you have been to the moon. Where do you go next?“

Das Duo zeigt der Industrie den korrekten Fold-Formfaktor – nicht nur mit seiner Reisepassgröße, sondern auch durch die Gleichberechtigung beider Displays. Apples Foldable stellt erstmals die wirklich schwierige Frage: „Warum zwei Bildschirme?“

Das iPhone Air diente mit seiner Hardware im letzten Jahr als vorgeschaltetes Experiment; die Software ist jedoch das Alleinstellungsmerkmal für die neue Form.

Ohne Vorlauf, mit nur wenigen frühzeitig eingeweihten Entwicklerpartnern sowie einer Preismarke, die jeder rechtfertigen muss, wird es zweifellos ein holpriger Anlauf. Wir wissen nicht einmal, ob Apple alle seine eigenen Apps zum Start im Oktober vorbereitet hat.

Und der Preis ist der Preis. Dieses Telefon wird mit seiner zweiten Generation und einem möglicherweise überstandenen RAMageddon nicht günstiger. Der Preis bleibt der Preis.

Deshalb ist die Software so wichtig; sie entscheidet darüber, ob man damit mehr macht als mit Apples wohl bestem iPhone ever™ – dem 18 Pro (Max).

Diese Animation … „I can’t.“

Die Kompromisse fallen überraschend überschaubar aus. Wer die Pro-Video- und Fotofunktionen vermisst, ist hier nicht die Zielgruppe. Kein Action Button, kein Face ID und das insgesamt reduzierte Kamerasystem werfen trotzdem die Frage auf: Warum mehr bezahlen für weniger?

Plus, Mini und Air hatten nie eine Chance, sich besser zu verkaufen als Apples Standard- und Pro-Modelle. Zugegeben: Das war auch nie ihre Aufgabe.

Aber welche Aufgabe hat das Duo? Es ist zu anders, um nur ein weiteres Modell in der Aufstellung zu sein. Es ist nicht nur eine andere Verpackung der gleichen Idee.

Like other iPhones, it packs the power of a computer. But it can take the shape of a computer…

Das ist derzeit nur Marketing; aber ist das auch ein ausgerufenes Ziel? Bleibt es mehr als zwei Generationen im Line-up, um dafür auch nur annähernd eine Chance zu bekommen? Mit dem Duo lebt etwa das Standby-Feature wieder auf, das nach seiner ersten Vorstellung vor drei Jahren quasi vergessen wurde.

A foldable smartphone resting in a stand position displaying an analog clock face.

Das Duo ist Apples Chance, eigene Produkte zu kannibalisieren – von kleinen iPads bis zu großen Telefonen. Es bietet die Möglichkeit, sich breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom klassischen iPhone-Geschäft auf mehr Schultern zu verteilen.

Deshalb die Frage: Neues iPhone oder tatsächlich neuer Computer?

#522 – über ein Dutzend iOS-Apps fürs Reisen

Von der Theorie zur Praxis: Mit einem Ausflug am verlängerten Wochenende probiere ich die eigenen Vorschläge demnächst aus. Diese Software weckt dafür bei mir schon jetzt Vorfreude.

Hier das Intro der Episode:

Cibby – wie Delicious Library, aber im Jahr 2026

Michael Flarup hat uns Cibby gebaut – für einen gebührenden Auftritt der eigenen Videospielkollektion.

A smartphone screen displaying game information for the 1990 title Castle of Illusion starring Mickey Mouse.

„Gebaut“ ist als Ausdruck eine harte Untertreibung, wenn man sich anschaut, wie’s aussieht. Nee, ernsthaft! Wer greift jetzt nicht direkt ins Regal, um seine Spiele zu katalogisieren?

Aber es ist nicht nur Zucker für die Augen: Ihr rezensiert hier Spiele, bekommt eine Preisbewertung, Links zu Reviews, teilweise den Soundtrack auf YouTube sowie kleine Trivia-Häppchen.

Ich habe mir vorgenommen, nicht direkt alle meine Spiele in Pappschubern und CD-Cases zu importieren, sondern dort erst individuell Games aufzunehmen, die ich tatsächlich gespielt habe – um das Digitale noch greifbarer zu machen.

„Why the iPhone is about to get more expensive“

A smartphone screen displays "iPhone 17 Pro Internals Wallpapers" above an image showing the detailed internal components of two smartphones, one with an orange frame and the other with a dark gray frame.

via BasicAppleGuy

In other words, AI isn’t just making electronics cost more. The memory shortage is changing which electronics companies bother making in the first place.

Rani Molla | The Verge

Der Aufhänger des Artikels ist das iPhone – was auch sonst.

Der Artikel selbst reicht allerdings darüber hinaus, hätte aber noch stärker auf die sichtbaren Folgen eingehen sollen – „AI is killing the cheap smartphone“.

But that model breaks when memory prices spike as much as they’re now spiking. The sub-$100 smartphone risks becoming “permanently uneconomical” as a product. And that means that the budget smartphone makers have been forced to pass memory costs onto consumers: smartphones that sold for $50 are now selling for $120 or more. And price-sensitive consumers have responded by simply not buying phones. […]

In India, the sub-$100 smartphone market collapsed 59 percent year-on-year in the first quarter of 2026: surging memory prices resulted in a “forced premiumization” of the Indian smartphone market. But in the poorest markets, such premiumization isn’t a possibility. In 2025, 81 percent of smartphone shipments in Africa were in the sub-$200 category: as smartphone prices surge, many African consumers will simply be priced out of phone ownership entirely.

Apple verzichtete auf Preiserhöhungen seiner Telefone – nicht nur in den letzten Monaten, sondern auch in den letzten Jahren, und griff damit indirekt dem Servicegeschäft unter die Arme.

Es wird interessant, wie viele Kund:innen von neuen Pro-Modellen und noch teureren Falt-Telefonen das wirklich interessiert – insbesondere mit neuen Leasing-Optionen sowie monatlichen Ratenzahlungen über Mobilfunkanbieter.

Relevanter ist sicherlich eine (neue?) Preisgestaltung für das hervorragende Standard-iPhone 17 sowie das nachfolgende Modell, das voraussichtlich aber erst im Frühling 2027 erscheint.

KeepDates – damit kein Geburtstag überrascht

An Apple Watch Ultra display showing a Smart Stack with birthday notification and activity ring widgets.

iOS 27 zeigt penetranter und in mehr digitalen Ecken die Geburtstage eurer Kontakte. Das funktioniert bereits in der Beta recht zuverlässig. Als vorausschauenden Kalender für die Darstellung dieser Jahrestage von Freunden und der Familie empfinde ich Cardhop als äußerst gelungen.

A screenshot of a mobile birthday tracking application showing a list of upcoming birthdays for various contacts.

KeepDates (4 EUR) liefert mir eine gleichwertige Vorschau (auch als Widget) und beinhaltet auf Wunsch übersichtlich alle Jahrestage oder andere Jubiläen, die ihr in den iOS-Kontakten hinterlegt habt.

Wusstet ihr, dass man in den Kontakten persönliche Erinnerungstage hinterlegen kann? Beispielsweise „kennengelernt am …“ oder „ein Pärchen seit …“

Ich nicht!

Obendrein setzt ihr in KeepDates für individuelle Personen einen Push-Alarm und vermerkt, wenn ihr euch bereits um eine Feierlichkeit gekümmert habt – beispielsweise indem schon ein Geschenk besorgt wurde.

Die Visualisierung für diesen Geburtstagskalender, der sich aus der iOS-Kontaktdatenbank speist, steht für meine Anforderungen im Vordergrund. Auch deshalb, weil ich natürlich nicht täglich in meinen Terminplaner schaue.

Auch die anderen Eckdaten stimmen: KeepDates besitzt ein unaufgeregtes, aber modernes iOS-Design. Es ist über einen Einmalkauf zu erwerben und vermeidet jede Online-Konto-Abhängigkeit.

BentoPDF – für alle PDF-Bedürfnisse

This is a screenshot of the BentoPDF mobile application interface displaying the main tools menu.

As if the BentoPDF project couldn’t get any cooler, the developer open sourced their new PDF standards and compression engines in the platform’s latest release

BentoPDF | Self-Host Weekly

Ihr wisst schon, für eure (versteckte) Homescreen-Seite, auf der ihr Progressive-Web-Apps sammelt.

Tipp: OpenVox AI

YouTube

Diese Apps fanden im Video eine Erwähnung: OpenVox AI + OpenVox Reader + ElevenReader + Matter

PageFeed – RSS-Feeds durchgeblättert

Three screens from the PageFeed mobile application showing an article view, a news feed, and the manage settings menu.

No endless scroll. No algorithm deciding what you see. Just the writers you choose — turned page by page, the way a newspaper used to feel.

PageFeed

Nichts für berufliche RSS-Leser:innen, aber ein erfrischender Take für die Kategorie der Feed-Reader.

Ihr wollt hier explizit nur wenige Quellen eintragen, von denen ihr dann aber keinen Eintrag übersehen möchtet – „Calm Feeds“, etwa für einen entspannten Sonntagvormittag.

Statt TikTok-Scrolling tippt ihr fürs Umblättern hier wie am Kindle. In die meinungsstarke Aufmachung lässt sich kaum reinquatschen: Lediglich zwischen unterschiedlichen Schriftgrößen sowie einem E-Ink-Mode wählt ihr aus. Das nenne ich Mut zur Entscheidung!

Der Sync verläuft nicht nur zwischen euren iPhones und iPads, sondern reicht bis ins Web – bereits die kostenlose Version ist viel zu großzügig. Mit nur wenigen Euro schaltet ihr alle anderen Nettigkeiten frei.

PageFeed fühlt sich wie eine typische Später-Lesen-Anwendung an, bleibt aber ein Feed-Reader – eine liebevolle Verpackung von RSS-Abos.