iPhone Duo – „nothing short of extraordinary“ – ab 2027

A modern foldable smartphone in a partially folded state standing upright on a round white table. The screen displays a desert landscape with mountains and a clear sky.

„Versand in 2027“ – für Apple zumindest ein verstolperter Start.

Natürlich machen sie viel gute Miene, während hinter der Bühne sicherlich Himmel und Hölle in Bewegung sind. Und klar, diese Vorbestellungen sind im besten Fall nur aufgeschoben.

Bei einer Lieferzeit von mittlerweile drei Monaten werden viele solcher Kaufabsichten aber nicht nur aufgeschoben, sondern gänzlich aufgehoben. In den Stückzahlen, in denen Apple Produkte verkauft, schlagen einige Tage und wenige Wochen bereits signifikant in den Umsatzbüchern auf – oder halt nicht.

Schuldzuweisungen von außen bleiben kaum möglich; niemand weiß, wie hoch die Bestände sind und über welche Nachfrage wir spekulieren. In komplett eigener Hand hatten sie jedoch den Starttermin sowie die Entscheidung über eine länderspezifische Verfügbarkeit.

Beides lief jedoch genau so ab, wie in normalen iPhone-Jahren zuvor.

Natürlich musste das Duo getrennt vom iPhone 18 Pro starten – medial wäre das wirklich exzellente Telefon sonst komplett untergegangen. Länger als einen Monat wollte Apple aber scheinbar nicht warten …

Auch regional zog Apple keine Grenzen: Das Duo startet zeitgleich selbst in meinem Finnland, wohlgemerkt ein Land ohne offiziellen Apple Store …

Ladengeschäfte und Online Stores gelten bei Apple als zwei getrennte Firmen. Gefühlt genießt Retail oft eine höhere Priorität für die Verfügbarkeit von neuen Produkten. Absolut nachvollziehbar: Kund:innen vor Ort will man nicht mit leeren Händen wegschicken; online muss man (psychologisch) ohnehin warten.

Dass es scheinbar aber auch in den Ladengeschäften schwierig werden könnte zeitnah ein Duo mitzunehmen, unterstreicht die eingeschränkte Verfügbarkeit bei einer nicht bekannten Nachfrage. Diese Nachfrage, gepaart mit dem Produktionsanlauf, spielen sicherlich beide eine Rolle bei der Verzögerung.

Insbesondere im US-Markt gilt: Wer bis zu 1.500 US-Dollar für sein nächstes Telefon eingeplant hat, sieht die 2.000 US-Dollar-Marke zumindest in greifbarer Nähe. Und wenn man beim Mobilfunker auf Raten zahlt, ist der höhere Monatspreis oft nur eine Fußnote.

Man könnte argumentieren: Wenn Apple wusste, dass sie nur eine sehr überschaubare Stückzahl anbieten können, nimmt man schlicht den Hype mit.

So funktioniert das aber nicht. Apple will Geräte verkaufen und das Duo braucht nun wirklich keinen Hype.

Für mich riecht’s deshalb nach einer Fehleinschätzung – keine Katastrophe, aber mindestens ein vermeidbarer Stolperer – auch wenn wir nicht die Produktionskapazitäten der nächsten Monate kennen und abwarten müssen, was ab Freitag tatsächlich in den Stores verfügbar ist.

Tipp: Willow Scribe

➝ YouTube

Im Video: Willow Voice + Willow Scribe.

#527 – so entsteht ein „Kalenderwochen“-Podcast

Es hat ernsthaft eine Minute gebraucht, bis ich (m)einen Workflow für den neuen Podcast zusammengesteckt hatte. Und das wird wahrscheinlich erst der Anfang sein …

Was ich derzeit am Set-up mag: Es funktioniert weitgehend auch von unterwegs aus und ist sowohl flexibel als auch automatisiert genug.

Hier das Intro der Episode:

Apple TV bleibt ein Hobby

A flat-screen television displaying the show 'The Morning Show' with a row of app icons including Apple TV, a red joystick icon, activity rings, video call, music, and HBO Max at the bottom. In front of the television sits a black Apple TV box and a silver remote control on a white surface.

Der A19 Chip im neuen Apple TV 4K liefert eine bis zu 50 Prozent schnellere CPU Performance und eine bis zu doppelt so schnelle GPU Performance als die vorherige Generation – für eine höhere Reaktionsfähigkeit, schnellere Navigation und flüssigere Animationen. Der A19 Chip hat außerdem einen neuen, dedizierten AV1 Decoder, der effizienteres Streaming in hoher Qualität bei geringerem Bandbreitenbedarf ermöglicht.

Apple.de/Newsroom | YouTube@Apple

Der neue Preis tut natürlich besonders weh, wenn man den alten Preis kennt: Mit 170 EUR startete der 4K vor vier Jahren. SSD-Preissteigerungen und RAMp-ups sind für Apples Multimediabox (4th gen) nur Erklärungsausflüchte.

Viel gravierender: 350 EUR stecken die Kiste noch tiefer in eine Produktnische, in der selbst Kund:innen, die es gerne datenschutzfreundlicher und insgesamt netter haben, überlegen müssen.

„Andere Leute kaufen für 350 EUR einen ganzen Fernseher.“

Klar, aber dieses Publikum sprach Apples externe Set-Top-Box schon vorher nicht an.

Auch ein preiswerter „Stick“ – im Stil eines Chromecast – hätte daran wahrscheinlich nichts geändert. Die Produktkategorie der dedizierten Set-Top-Boxen hat sich selbst ein wenig überholt.

Allerdings schnürt Apple ein solches Angebot erst gar nicht. Sie probieren es nicht einmal aus. Apple TV bleibt stationär; nicht mobil und mit entsprechenden Deals auch keine ernstzunehmende Konsole.

Und was sagt eigentlich das hauseigene TV+-Streaming-Department zum Referenzgerät ohne Massenkompatibilität? Wollen sie ihre Inhalte nicht auch über mehr eigene Hardware jagen?

A modern flat-screen TV displaying a dark, monstrous creature with glowing blue highlights, flanked by four smart speakers emitting blue sound waves. The background is bright and minimalistic, highlighting the audio-visual setup.

Man muss schon Liebhaber sein, wenn man unbedingt nach einer besseren Fernbedienung und einem runderen Betriebssystem verlangt.

Ich will nicht auf einige Apps verzichten und kann mir den Anschaffungspreis über die Nutzungszeit der Box hinweg schönrechnen. Damit war ich zuvor die Ausnahme, bin jetzt aber die primäre Zielgruppe für den Apple TV.

Ich bleibe erstaunt, wie dünn dieses Update nach besagten vier Jahren dann doch ausfiel. Drei Fernfeldmikrofone, ein AV1-Decoder, ein paar mehr Lautsprecherkombinationen, neue Chips sowie die Möglichkeit, seine Fernbedienung leichter wiederzufinden … Siri AI soll sich auch auf älteren Boxen zeigen …

„That’s it?!“ Mehr Nische führt zu mehr „it’s a hobby“!

Ich halte Apple zugute, nur noch ein einziges 128-GByte-Modell anzubieten. Aber alles – nur ein wenig schneller – ist für eine primäre Streamingbox durchaus wenig Produkt(weiter-)entwicklung.

Ganz eigennützig wünsche ich mir von Apple eine ernste Teilnahme in einem komplett kaputten Markt, der ansonsten an meinen Bedürfnissen vorbei funktioniert. Weil ernsthaft gefragt: Was ist eine echte Alternative zum Apple TV?

„Welcome Apple HomeView“

A smart home device with a screen showing a family photo, placed on a wooden table with a glass of water and a plate with two apples nearby. The text 'Introducing Apple HomeView' appears beside the device.

Apple HomeView is not available for sale in the European Union, as Siri AI is currently unavailable in iOS in the EU. Apple is working constructively with the EU in an attempt to find a path forward.

Apple.com/Newsroom | YouTube@Apple

Erster Gedanke: Richtig so! Anstatt den Computer in seinem Funktionsumfang (stark) zusammenzustreichen, bevorzuge ich es, ihn erst gar nicht anzubieten.

Zweiter Gedanke nach dem Lesen von Fußnote 10: Ohne Apple Intelligence und Siri AI funktioniert Apples Heimzentrale gar nicht. Ergibt Sinn!

Dritter Gedanke: Das ist „by design“! Die gewählte Software-Architektur ist ein Verkaufsverbot für die eigene Hardware.

„Bayer Cam“ zeigt RAW 9 im direkten Vergleich

A close-up of a smartphone screen displaying a camera settings interface labeled 'Bayer Cam v2.1.1'. The screen shows a photo of a wooden ceiling with blue modern lighting and an option for RAW Decoder with machine learning denoising settings, currently switched off.

Bayer Cam now lets you pick which RAW decoder you want to use – including the ML-based v9 people have been hyping all summer.

It is quite a bit slower than v8, and the difference is subtle in most shots – so I get why v8 is still the default. Still, if you shoot a lot in low light, might be worth it!

@heliographe.studio

„RAW 9 ist Apples erster großer Sprung seit Jahren“ – mit Bayer Cam stellt ihr die aktualisierte RAW-Bildverarbeitung direkt älteren Versionen gegenüber.

Kalenderwoche 41: mit einem neuen Server

A smartphone screen displaying a dark-themed app interface for monitoring the 'iphoneblog.de' website status, showing it is up and connected, with a section indicating three changes ready to be released from main to live environment.

Diesmal kein „Zeug, das ich gelesen, geschaut, gehört und insgesamt genossen habe“ … sondern der Blick hinter die Kulissen – auf den neuen iPhoneBlog-Server.

Thorsten und ich haben uns zusammengesetzt und 20 Minuten darüber geschnackt, wie die komplett übertriebene Infrastruktur nun aussieht.

Die Aboverlängerung für Kagi steht an

Nächste Woche verlängert sich Kagi; es ist bemerkenswert, wie viel weniger klassische Websuchen ich inzwischen darüber (und generell) absetze. In den letzten Jahren waren es noch konstant 600 Anfragen pro Monat.

A smartphone displaying a webpage from Kagi showing search and assistant usage statistics by month from April to October 2026, including the number of searches and AI cost in USD. The background is a close-up of a wall with diagonal light gray and yellow panels.

Kagi diversifiziert – zu Recht. Die systemweiten Übersetzungen unter iOS sind für mich tatsächlich alltagsbereichernd. News und Summarize sehe ich dagegen als nette Dreingaben. Die Suchergebnisse von Hand auszusortieren, was vor Jahren noch ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal war, ist inzwischen zu viel Arbeit. „The Slop is real.“

Wenn ich über das Abo nachdenke, steht die Frage im Raum: Was sind die Alternativen? Wohin stecke ich traditionelle Websuchen?

Natürlich kenne ich DuckDuckGo, Ecosia und andere esoterische Suchmasken. Ich kann deren Qualität nicht beurteilen, bin aber nicht (mehr) bereit, zugekleisterte Webseiten und werbefinanzierte Ergebnisse zu akzeptieren.

Klar, das typische KI-Abo knabbert am Wert des Kagi-Abos. Kagi ist durch weniger Nutzung nicht schlechter, fühlt sich aber weniger wertvoll an.

Mit Spannung lese ich ihr Changelog; ab und zu klicke ich durch den Discord. Dort passiert viel, auch wenn mich vieles davon nicht betrifft / interessiert.

Andererseits fühlt es sich mindestens falsch an, den großen AI-Buden das typische Suchmaschinen-Geschäft komplett zu überlassen. Nicht alles kann (und sollte!) eine Websuche mit ChatGPT sein.

Und wenn’s inzwischen nur 10 Suchen pro Tag sind, bleiben es 10 Suchanfragen, mit denen ich qualitativ zufrieden bin. Dieses Empfinden lässt sich nicht ausschließlich numerisch messen.

A smartphone screen showing a search settings menu with a dropdown list of search engines, including DuckDuckGo, Bing, Brave, Ecosia, Google, Kagi, Perplexity, Qwant, SearXNG, Startpage, and Custom. The selected search engine is Kagi.

Durch meinen Umstieg auf Quiche (am iPhone) muss ich mich dort auch nicht mit einer suboptimalen Safari-Extension behelfen. Apple sollte wirklich mehr alternative Suchmaschinen für iOS zur Auswahl stellen!

Das Abo brauche ich mir aber nicht schönreden; ich hätte überhaupt kein Problem, diese Subscription zu pausieren. Kagi erbringt eine bezahlte Dienstleistung; ich fühle mich hier keinem (guten) Zweck verpflichtet.

Gleichzeitig bleibt es eine der wenigen Suchmaschinen, bei denen die Entwicklung tatsächlich spannend bleibt. Das betrifft nicht nur Kagi selbst, sondern auch die Zukunft der Websuche, die sich nach über 30 Jahren grundlegend ändert.