Es ist vollkommen in Ordnung, Apples Uhr lediglich für Fitness, Kommunikation und als Uhr zu benutzen. Diese 15 Apps zeigen jedoch, was darüber hinaus möglich ist.
Exakt ein Jahr lang sortiere ich nun schon Fotos aus – und zwar täglich.
Pflichtbewusst, fast religiös, bin ich dieser täglichen Aufgabe nachgekommen. Keinen Tag habe ich verpasst; irgendwie konnte ich immer ein paar Minuten fürs Ausmisten finden und so über ein paar schöne Erinnerungen stolpern.
Schlussendlich konnte ich meine Bibliothek um zirka 15.000 Fotos reduzieren – und dabei einigen Aufnahmen gleich noch ein Herz verpassen.
ByePhotos adaptiert die grundsätzliche Idee, sich über Tinder-Style-Wischgesten für oder gegen Bilder zu entscheiden. Shutter Declutter ließ mich im Gegensatz dazu ganze Bilderstrecken ignorieren und lediglich die misslungenen Aufnahmen löschen.
Nicht so bei ByePhotos: Es fordert von euch eine explizite Entscheidung: behalten oder wegwerfen?
Pro Foto trefft ihr diese Auswahl und ByePhotos zählt mit: Eine Prozentanzeige zeigt, wie viele Fotos ihr bereits „reviewed“ habt.
Dieses Konzept ist für mich motivierend genug, noch mal anzufangen … insbesondere weil ich bislang meine rund 3.000 Videoclips komplett ignoriert habe. Hier kann ich meine Bibliothek nach Dateityp oder Album filtern (Screenshots, Favoriten etc.), was die Durchsicht erheblich vereinfacht.
ByePhotos bietet zusätzlich die Möglichkeit, eure Schnappschüsse gesammelt in Alben zu stecken, Videos und Fotos kleinzurechnen sowie Miniänderungen direkt vorzunehmen – etwa einen besseren Zuschnitt. Nicht selten habe ich mir das im letzten Jahr gewünscht, war dann aber immer zu faul, das jeweilige Bild in der Bibliothek aufzustöbern.
Wie schon vor einem Jahr betont: Gesparter Speicherplatz ist mir relativ egal, ich genieße die Übersichtlichkeit.
Playback buddelt nach vergessenen Songs in eurer eigenen Musikbibliothek und verspricht durch eine digitale Merkmalsanalyse kohärente Playlisten. „Genius!“
Ein Apple-Music-Abo ist nicht zwangsläufig notwendig, aber eure Bibliothek sollte für die Ermittlung von Genre-Verwandtschaft und Songtempo ein wenig gefüllt sein. Mit meinen 5.000 Songs in Apples Musikabo funktioniert diese Entdeckungsreise.
Das an Cover Flow angelehnte Interface hat meine Tochter und mich gerade für zwei Stunden auf die Couch gefesselt und durch einzelne Songs springen lassen. Allein das waren mir die 7 EUR bereits wert.
Durch die Kodierung der Titel in eine Art „Energielevel“ entstehen zusammenpassende Songabfolgen, die sich zusätzlich als Playlisten abspeichern lassen.
Wie präzise ist der Algorithmus? Keine Ahnung! Was mich hier aufhorchen ließ: Die Abspielreihenfolge der Songs steht augenblicklich, lässt sich über eine interaktive Kurve immer und immer wieder neu erzeugen und startet mit der Musikwiedergabe direkt. Dabei pflastert ihr Apple Music nicht mit diversen Wiedergabelisten zu.
Trotzdem noch einmal der explizite Hinweis: Playback widmet sich ausschließlich euren Songs und mischt kein neues Material unter.
Lire besitzt diese fantastischen Wischgesten, mit denen man in Listen „alles darüber oder darunter als gelesen markiert“.
Wische ich nach rechts, werden alle RSS-Einträge darunter als gelesen markiert; ein Wisch nach links hakt alle Beiträge darüber ab.
Diese Fingerakrobatik führe ich viele Male am Tag in meinem RSS-Reader aus, während ich mir diese Gesten auch in diversen anderen Apps mit langen Listen wünsche – etwa E-Mail oder Todoist.
Alternativ könnte eine seitliche Wischgeste die Liste an dieser Stelle teilen und zur Selektion von Einträgen dienen. Ich denke etwa an Bookmarking-Apps wie GoodLinks oder meinen Ulysses-Zettelkasten.
Diese Geste lässt sich sicherlich auch auf Trackpads übertragen, allerdings fühlt sie sich „Touch-first“ an – ähnlich natürlich wie „Pull to refresh“.
Natürlich existiert bereits die Mehrfachauswahl per Zwei-Finger-Wisch – „Two-Finger Swipe to Multi-Select“. Insbesondere für sehr lange Listen erfordert das sehr langes Scrollen mit zwei Fingern. Statt Einträge darüber einzeln einzusammeln, könnte ein präziser Wisch eine unsichtbare Trennlinie ziehen: Alles darüber oder darunter wird so ausgewählt.
Together Board – eine geteilte Pinnwand mit den Liebsten – erlaubt die App-Store-Familienfreigabe und ist damit ein unverschämt guter Deal.
Das über iCloud geteilte Organisationsboard reicht von lustigen (Foto-)Erinnerungen über Post-its bis hin zu Einkaufslisten und Events. Dinge, die sich manche Familien vielleicht mit Magneten an ihren Kühlschrank kleben.
Weil’s aber digital ist, pinnt ihr an diese Familientafel auch Sprachnotizen, Abstimmungen und kleine Zeichnungen – sogar von der Apple Watch aus!
Together Board ist natürlich nicht auf die Personen eurer iCloud-Familie beschränkt. Allerdings nutzt diese Gruppe einfach euer Abo/den Einmalkauf mit.
Im Gegensatz zu einer klassischen iMessage-Gruppe verschluckt der Chatverlauf hier keine Ereignisse. Obendrein ist die App narrensicher, erfordert keine separaten Accounts, zieht eure Inhalte nicht über Apple-fremde Server und lässt euch bei Bedarf die Boards komplett exportieren.
Together Board ist eine simple Idee, hervorragend umgesetzt.
Bookkeeping verdient nur so wenig Zeit wie nötig. Ich habe wirklich wenig Accounting zu erledigen, und trotzdem fühlt sich jede gesparte Minute wie ein Gewinn an. So habe ich mich aufgestellt.
Schneller zu den eigenen Apps: Ich schrieb zwar erst im Januar darüber, aber Lock Launcher erweitert, was der Action-Button und das Kontrollzentrum vorgelegt haben: Abkürzungen zu Shortcuts und Apps.
For starters, Lock Launcher now lets you create launcher shortcuts that open apps directly and immediately, rather than redirecting you to the Lock Launcher app first.
For years now, launcher apps on the iPhone have had to employ this workaround: you’d tap on a shortcut that opened, say, Ivory, but you would see the launcher app flash onscreen briefly before redirecting you to the actual destination app you selected. Somehow, Lock Launcher is now circumventing this limitation with a ‘Direct Open’ mode that I haven’t seen in other launcher apps for iOS.
Diesen Redirect benötigt es weiterhin, wenn man vom Sperrbildschirm kommt; über Widgets spart man ihn sich. In beiden Fällen ist das Aufrufen der Apps jedoch pfeilschnell. Wer blinzelt, verpasst die Weiterleitung.
Auf dem Lockscreen liegen bei mir Apps und Shortcuts, die ich vom Homescreen aus erst suchen müsste – ein PDF-Scanner oder unser Live-Stromtarif. Es ist Software, die ich täglich oft genug aufrufe, mit denen ich mir aber nie den Homescreen zupflastern würde.